Apple eMate 300: Newtons letztes Aufbäumen

Apple eMate 300 (Foto: Jörg Riewenherm)

Apple eMate 300 (Foto: Jörg Riewenherm)

Wir schreiben das Jahr 1997 – Apple befindet sich in seiner schwersten Krise und ist mit seiner Produktpalette in schwere See geraten, droht von einem größeren Konzern geschluckt zu werden oder im schlimmsten Fall ganz von der Bildfläche zu verschwinden.

Seit 1993 war Newton das erste ehrgeizige Projekt für ein mobiles Betriebssystem und kompakte Endgeräte, die Newton Message Pads mit berührungsempfindlichen Displays.
Das Apple eMate 300 gehörte zum letzten Aufbäumen dieser Technologie-Linie.

Um auf dem Bildungsmarkt besser Fuß zu fassen, konzipierte Apple mit dem eMate ein kleines Notebook auf Newton-Basis Aufgrund seines vergleichsweise geringen Preises von ca. 800 US-Dollar und der speziellen “Classroom”-Netzwerkfähigkeiten war es genau auf Schulen und Universitäten zugeschnitten.

Das Gehäuse erinnert stark an das später erschienene erste “iBook” (1999) in seinem Muschel-Design. Auch die transparente Gerstaltung des Gehäuses sollte etwas sein, worauf man bei Apple später wieder zurückgreifen sollte.

Die meisten Aspekte dieses Exoten sind dann aber doch eher in die Vergangenheit gerichtet: Zwar baute das eMate 300 konzeptionell auf der Newton-Baureihe auf und übernahm vom Spitzenmodenn (dem MessagePad 2000/2100) das große 480 x 320 Pixel-Display mit Graustufen und Hintergrundbeleichtung, jedoch wurde an anderer Stelle deutlich gespart:
Als Prozessor kam der recht leistungsschwache ARM 710a mit 25 MHz zum Einsatz – und das, obwohl die Newton-Spitzenmodelle bereits fast fünffache Rechenleistung aufwiesen. – Offensichtlich ein Zugeständnis zum Verkaufspreis, der mit 800 US-Dollar deutlich unter dem eines normalen Powerbooks liegen sollte.

Apple eMate 300 und sein Verwandter, ein MessagePad 130 (Foto: Jörg Riewenherm)

Apple eMate 300 und sein Verwandter, ein MessagePad 130 (Foto: Jörg Riewenherm)

Das eMate verfügte über 3 MB RAM, wovon ein Megabyte flüchtiger, aber schneller DRAM und 2 MB Flash-Speicher, der auch nach Ausschalten des Gerätes und Unterbrechung der Stomzufuhr erhalten blieb.
8 Megabyte ROM beinhalteten das Betriebssystem und die vorinstallierten Anwendungen.

Die Software-Ausstattung war für den Anfang komplett und umfasste Standard-Werkzeuge wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Kalender und Adressbuch. Darüber hinaus ein Vektor-Zeichenprogramm und einen Taschenrechner, sowie viele kleine mehr oder weniger nützliche Progrämmchen.
Es gab aber noch weitere Features: So konnten Dokumente versendet werden. Nicht per eMail, aber als Fax – und zwar direkt über ein angeschlossenes Modem – oder “gebeamt” via Infrarot-Schnittstelle von einem eMate zum anderen (oder zu einem MessagePad). Schließlich gab es auch eine profane Druckfunktion – hierfür verfügte das eMate genau wie seine Verwandten über eine serielle Schnittstelle, wie sie damals bei allen Apple-Rechnern üblich war.
Zusätzlich hattw eMate eine Schnittstelle, um mehrere Geräte in einem Classroom-Netzwerk zusammen zu führen und zentral zu administrieren. Eigentlich erstaunlich, dass Apple damals einen derart eigenen Weg ging, obwohl auch schon 1997 mit dem klassischen Ethernet eine schnelle und ausgereifte Netzwerktechnologie zur Verfügung stand.

Auch die Handschrifterkennung wurde – wenn auch in etwas abgespeckter Form – von den Newton-Modellen übernommen. Hierzu gab es ein Übungsprogramm, mit dessen Hilfe man selbst gezwungen war, sauber und deutlich zu schreiben. Gleichzeitig und ganz heimlich “gewöhnte” sich der Computer aber auch an die Handschrift des Nutzers und lernte aus Erkennungsfehlern. Das macht die Handschrifterkennung dieser Beureihe auch heute noch bemerkenswert – hier sei aber auf die letzten MessagePad-Modelle verwiesen, die in der Disziplin weiter waren als das eMate.

Apple eMate 300: Clamshell-Design (Foto: Jörg Riewenherm)

Apple eMate 300: Clamshell-Design (Foto: Jörg Riewenherm)

Leider sollte dem eMate der anfangs erhoffte Erfolg verwehrt bleiben. Auch auf dem deutschen Markt erschien das eMate nie. Mit der Rückkehr von Steve Jobs an die Spitze von Apple wurden sämtliche Newton- und eMate-Aktivitäten 1998 abgebrochen und begraben.
So ist es eine Technologie, die (wie so viele) einen vorzeitigen Tod starb. Nicht jedoch, ohne deutliche Spuren in vielen nachfolgenden Produkten zu hinterlassen.

Erster 68000er: Der Sinclair QL

Der britische Computerbauer Sinclair hatte in den 80er Jahren mit dem ZX81 und dem ZX Spektrum Maßstäbe im Heimcomputersektor gesetzt. Mit dem Siegeszug des C-64 von Commodore, wurde die Luft für den ZX81-Erfinder zunehmend dünn.

Der Sinclair QL sollte 1984 zur übermächtigen Konkurrenz aufschließen und bestenfalls an ihr vorbeiziehen.
“QL” steht für “Quantum Leap”, also “Quantensprung”. Und einige Details dieses neuen Rechners waren tatsächlich außergewöhnlich.

Der Sinclair QL: Der erste Heimcomputer mit 68000er Prozessor (Foto: Riewenherm)

Der Sinclair QL: Der erste Heimcomputer mit 68000er Prozessor (Foto: Riewenherm)


So verfügte der QL über einen Motorola 68000er-Prozessor, der kurz darauf Standard für Profi-Maschinen wir den Macintosh werden sollte. Zudem gab es eine lokalisierte und vergleichsweise gute Tastatur. Auch 128 KB Arbeitsspeicher waren das Doppelte dessen, was der Commodore 64 vorweisen konnte.

Das Sinclair Microdrive: Hein Hardware-Desaster (Foto: Riewenherm)

Das Sinclair Microdrive: Hein Hardware-Desaster (Foto: Riewenherm)

Aber es gab auch zweifelhafte Innovationen. Eine davon war das Sinclair Microdrive. Eine winzige Cassette beherbergt eine mehr als filigrane Magnetband-Endlosschleife, die mit atemberaubender Geschwindigkeit durch das Gerät jagt und dabei etwa 100 Kilobyte Speicher zur Verfügung stellt.

Die ganze Konstruktion war so fragil, dass Laufwerke und Medien meist einen frühen Tod starben. Leider traf das auch auf den QL zu.

Möglicherweise war er konzeptionell noch zu dicht am Commodore 64 und noch zu weit entfernt vom Atari ST oder Commodore Amiga. Für Sinclair sollte es (zumindest unter diesem Namen) der letzte Versuch sein, an die einstigen Erfolge anzuknüpfen.

Der erste Homecomputer: Sinclair ZX81


Wenn es eine Marke gibt, die die Ära des Heimcomputers eingeläutet hat, dann ist das SINCLAIR.

Sinclair ZX81 mit 16KB Speichererweiterung (Foto: Riewenherm)

Sinclair ZX81 mit 16KB Speichererweiterung (Foto: Riewenherm)


Nach einem ersten, weniger erfolgreichen Versuch mit dem ZX 80 stellte das britische Unternehmen im Jahr 1981 den ZX 81 vor und den Computermarkt auf den Kopf.

Nie zuvor gab es einen Heimcomputer für weniger als 400 Mark. Ganz Mutige konnten sogar noch 100 DM sparen und den Rechner selbst zusammen bauen.

Der federleichte, kleine Computer hatte als Prozessor einen mit 3,25 MHz getakteten Z80 und den bemerkenswerten Arbeitsspeicher von einem Kilobyte, was schon damals für einen Computer mit Bildschirmausgabe sehr wenig war.

Im ROM befand sich ein Basic-Interpreter, wodurch der Rechner in der einfachen und populären Programmiersprache gefüttert werden konnte.

Dies geschah im Wesentlichen über die eingebaute Folientastatur, die im Vergleich zu einem Schreibmaschinenkeyboard eine Zumutung war. Jedoch waren die Basic-Befehle fest auf einzelnen Tastenfeldern vorgegeben, was das Programmieren dann doch zügig von der Hand gehen lies.

Die Folientastatur des ZX81 - jede Taste war mehrfach belegt (Foto: Riewenherm)

Die Folientastatur des ZX81 - jede Taste war mehrfach belegt (Foto: Riewenherm)

Da der Arbeitsspeicher mehr als knapp war, gehörte schnell die leicht anzuschließende 16 Kilobyte-Speichererweiterung zum kaum verzichtbaren Standardzubehör.

Der ZX 81 war enorm erfolgreich und wurde auch unter anderen Bezeichnungen leicht modifiziert angeboten – hier als Timex Sinclair 1000.

Sinclair ZX81 und Timex Sinclair 1000 (Foto: Riewenherm)

Sinclair ZX81 und Timex Sinclair 1000 (Foto: Riewenherm)

Der umtriebige Brite Sir Clive Sinclair sollte in den folgenden Jahren noch für einige Bewegung und Innovation auf dem Heimcomputermarkt sorgen – all das demnächst auf gadgetweek.de

Video: Apple Newton MessagePad

Hier nun das Video zum Artikel: Apples Newton-Technologie im Einsatz.

Tablet-Urahnen: Apple Newton MessagePads

In den frühen 90er Jahren entwickelte Apple sein erstes Betriebssystem für mobile Endgeräte mit dem Namen “Newton” und stellte die legendären Newton MessagePads vor.

Siemens Notephone, Apple Newton 100 und Newton 130 (Foto: Riewenherm)

Siemens Notephone, Apple Newton 100 und Newton 130 (Foto: Riewenherm)

1993 war das Message Pad 100 der erste Handheld-Computer mit einer außergewöhnlich intelligenten Handschrifterkennung. Diese war in der Lage, die Handschrift des Benutzers regelrecht zu lernen. Man musste also nicht selbst üben, so zu schreiben, dass der Computer es versteht, sondern das MessagePad übte und lernte aus allen Verbesserungen, die der Anwender machte. Nach einiger Zeit konnte man so recht flüssig in der eigenen Handschrift schreiben, und das Pad setzte diese immer zuverlässiger in Druckbuchstaben um.
Hierbei handelte es sich um eine kombinierte Erkennung von einzelnen Buchstaben und ganzen Worten.

Dieser Lernprozess benötigte allerdings einige Eingewöhnung und verlangte vom Benutzer, dass er sich darauf einließ. Außerdem merkte man, dass die Rechenleistung Anfang der 90er für eine so anspruchsvolle Aufgabe noch recht bescheiden war. Das MessagePad 100 arbeitete mit einer Taktfrequenz von 20 MHz. Erst das MessagePad 2000 bekam ein gewaltiges Prozessor-Upgrade auf 161,9 MHz.

Die MessagePads verfügten über eine Grundausstattung nützlicher Standardsoftware, wie z.B. einem Terminkalender, einer Adresskartei und einem Notizblock. Die Datenbestände dieser Applikationen standen Systemübergreifend zu Verfügung.

Apple Newton 130 (Foto: Riewenherm)

Apple Newton 130 (Foto: Riewenherm)

Die Handschrifterkennung funktionierte in allen Bereichen. Es gab aber auch die Möglichkeit, Handschrift wirklich Handschrift sein zu lassen. Dann ordnete das Pad die Worte nur der jeweiligen Zeile zu.
Darüber hinaus gab es auch eine Erkennung von grafischen Mustern. Zeichnete man beispielsweise einen Kreis, ein Dreieck oder ein Viereck, wurde die Form erkannt und in eine glatte Vektorgrafik umgesetzt. Diese ließ sich danach frei skalieren, zerren und verschieben. Zusätzlich gab es natürlich die unvermeidliche Bildschirmtastatur.

Als Bildschirm kam ein monochromer Touchscreen mit einer Auflösung von 336 x 320 Pixeln zum Einsatz. In späteren Modellen (ab dem MessagePad 2000) erhöhte sich die Auflösung auf 480 x 320 Pixel, und es gab obendrein 16 Graustufen.

Apple Newton MessagePad 100 (Foto: Riewenherm)

Apple Newton MessagePad 100 (Foto: Riewenherm)

Kommunikation nach außen war auf vielen Wegen möglich: Zum einen über eine Infrarot-Schnittstelle von einem Newton zum anderen, mittels einer seriellen Schnittstelle, über ein daran anschließbares Faxmoden via Fax oder DFÜ (Internet gab’s noch nicht) oder über eine optionale Speicherkarte.

Neben den verschiedenen Apple-Modellen gab es auch von anderen Herstellern Lösungen auf Newton-Basis, wie dieses “NotePhone” von Siemens, das Telefon, Messagepad und Faxmodem in einer Einheit integrierte.

Über die Jahre zeigte sich jedoch, dass Apple mit dieser Technologie zu früh war. Die Geschwindigkeit der Hardware war noch nicht ausreichend, die Geräte zu groß, zu schwer und zu teuer. Zudem stellten Handspring und Palm mit ihren PDAs eine massive Konkurrenz dar.
Apple versuchte noch mit dem eMate, einem Newton mit Tastatur im Notebook-Look auf dem Bildungsmarkt Fuß zu fassen. Mit der Rückkehr von Steve Jobs wurde 1998 die gesamte Newton-Plattform aber schlagartig in die Geschichtsbücher verbannt.

Video: Notator und Cubase auf dem Atari ST

Zwei wegweisende Sequenzerprogramme für den Atari ST: Notator SL von C-Lab (später Emagic) und Cubase 3.0 von Steinberg im Videoportrait.

Der Atari ST: Studio-Standard der 80er und 90er Jahre

Mittlerweile verbinden die meisten Nicht-Musiker den Namen ATARI mit Computerspielen und Spielkonsolen. Dabei zählte ATARI in den 80er und 90er Jahren zu den ganz Großen im Bereich Homecomputer und im professionellen Musikbetrieb.

Meilenstein: Atari ST (Foto: Riewenherm)

Meilenstein: Atari ST (Foto: Riewenherm)


Mitte der 80er Jahre betrat ATARI mit der ST-Serie erstmals professionelles Terrain und trat in direkte Konkurrenz zu Apple, die mit dem Macintosh zweifellos DEN Meilenstein der 80er Jahre gesetzt hatten.

Die ST-Reihe von ATARI zeichnete sich zum einen durch eine recht Mac-ähnliche Architektur aus: Auch hier kam der Motorola 68000 als Prozessor zum Einsatz. Und während in den USA meist ein Farbbildschirm mit verkauft wurde und den ST zum Heim- und Spielecomputer machte, setzte sich in Deutschland der hochauflösende Schwarzweiß-Monitor SM 124 durch.
Auf 10 Zoll lieferte er eine Auflösung von 640 x 400 Pixeln und bestach durch ein (für seine Zeit) extrem ruhiges Bild – Schwarz auf weiß bei 70 Hertz Bildwiederhol-Frequenz. – Entsprechend entwickelten sich insbesondere hierzulande etliche professionelle Anwendungen für den Atari, die ihn klar zum preisgünstigen Macintosh-Konkurrenten werden ließen.

DTP für den ATARI: Calamus (Foto: Riewenherm)

DTP für den ATARI: Calamus (Foto: Riewenherm)

So gab es beispielsweise durchaus ernst zu nehmende Desktop-Publishing-Lösungen für ATARI-Computer, wie zum Beispiel “Calamus”, mit dem in den 80ern etliche Print-Publikationen erstellt wurden. Die Software gibt es übrigens heute noch!

Cubase 3.0 auf dem Atari ST (Foto: Riewenherm)

Cubase 3.0 auf dem Atari ST (Foto: Riewenherm)

Den ganz großen Erfolg konnte ATARI im Bereich MIDI-Recording für sich verbuchen. Man hatte in alle Modelle der ST-Reihe serienmäßig ein MIDI-Interface eingebaut, das die unkomplizierte Kommunikation zwischen Computern und elektronischen Musikinstrumenten erlaubte (mal sträflich einfach beschrieben). So wurden für Synthesizer und Drumcomputer digitale Mehrspur-Aufnahmen möglich, die nachträglich editierter und vor allem extrem kostengünstig waren. Das revolutionierte die gesamte Popmusik-Branche.

Hier sei mal das britische Produzenten-Trio Mike Stock, Matt Aitken und Pete Waterman genannt. Sie setzten die neue Technik konsequent ein und schufen mit ATARI-Computern und Software aus Hamburg (anfangs mit dem “24″ von Steinberg) riesige Erfolge mit Namen wie Rick Astley, Kylie Minogue und vielen anderen.

Lange Zeit waren die ATARI-Rechner nahezu unverändert am Markt – keine Spur von den heutigen, hektischen Innovationszyklen. Genau das aber wurde dem Amerikanischen Unternehmen zum Verhängnis. Lange Zeit war ATARIs Betriebssystem “TOS” mit der grafischen Benutzeroberfläche “GEM” der IBM-kompatiblen Konkurrenz für kreative Anwendungen weit überlegen. Macintoshs bewegten sich preislich in ganz anderen Dimensionen, und es gab ein klares Anwenderprofil.
So kamen nach dem Ur-ST (1985) noch ein paar kleinere Weiterentwicklungen, dann der Mega ST (1987-1991) mit abgesetzter Tastatur und der Atari TT, eine besonders leistungsfähige Variante, die jedoch recht teuer war und einige Inkompatibilitäten mit den ST-Modellen aufwies. Als sich Apple und Microsoft mit multimedialen Fähigkeiten abzusetzen begannen, wurde die Luft dünn. ATARI war angeschlagen und brachte in einem letzten (in der Rückschau aber eher lieblosen) Kraftakt den Falcon030 heraus.

Das Handbuch des Atari Falcon030 (Foto: Riewenherm)

Das Handbuch des Atari Falcon030 (Foto: Riewenherm)

Konzeptionell hätte dieser Rechner, der 1993 vorgestellt wurde, die Konkurrenz hinter sich lassen können. Er verfügte über einen digitalen Signalprozessor (DSP) und eine 8-kanalige Audiomatrix und konnte so hardwareseitig acht echte Audiospuren aufnehmen und wiedergeben – das schaffte damals ohne extrem kostspielige Erweiterungen niemand sonst.
Leider war die Umsetzung mehr als unglücklich. In dem kleinen Gehäuse war kein Platz für Erweiterungen, der mit 16 MHz getaktete 68030er Prozessor war zu schwach auf der Brust, und es gab (zumindest von ATARI) kein brauchbares Multitasking-Betriebssystem.
Zwar brachten die großen deutschen Musiksoftwarehäuser Steinberg und Emagic noch Audio-Verionen ihrer Programme “Cubase” und “Logic” für den ATARI Falcon heraus – ernsthafte Anwendungsversuche scheiterten jedoch an der katastrophalen Hardware.

Damit ging eine Ära zu Ende. Microsoft und Apple teilten den Markt unter sich auf.

Geblieben ist aber der doch große Einfluss, den ATARI besonders im Musikbereich hatte. Apples “Logic” und auch Steinbergs “Cubase” – beides quasi Industriestandards – haben ihr Wurzeln auf ATARI Computern – und nur da (wenn wir die ersten Gehversuche auf dem C-64 einmal weglassen).